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Auslandssemester – Was muss ich beachten?

Viele von euch stecken gerade mitten in den Vorbereitungen für einen der tollsten Abschnitte des Studienlebens. Auch ich habe 2014 ein Auslandssemester an der Hawaii Pacific University gemacht. Ob ihr nun einen Platz an einer europäischen Hochschule oder an einer Uni am anderen Ende der Welt ergattern konntet, gibt es einige Punkte, die ihr bei jedem Auslandssemester beachten solltet. Sie erleichtern die Organisation dieses Abenteuers und bereiten euch auf eine einzigartige Zeit vor.

Die organisatorischen Hürden, die keiner mag

Vor allem zu Beginn der Organsisationsphase müsst ihr euch mit vielen Formularen und wichtigen Entscheidungen herumschlagen. Einer der wichtigen Punkte ist die Auswahl der richtigen Kurse an eurer Gastuni. Die meisten Hochschulen haben auf ihrer Homepage eine Auflistung aller Kurse, die ihr dann mit eurem Studienplan an eurer Heimatuni abstimmen müsst. Je nachdem welche Universität ihr besucht, müsst ihr teilweise wichtige Tests und Richtlinien erfüllen. Darunter fallen zum Beispiel Sprach- und Aufnahmetests, informiert euch auf jeden Fall welche ihr benötigt. Wenn ihr in Europa studieren wollt, wird euch der Begriff Erasmus ziemlich schnell ans Herz gelegt. Füllt alle wichtigen Formulare aus um das Beste aus diesem System für euch zu beanspruchen. Aber auch für Studenten außerhalb Europas gibt es einige Stipendienmöglichkeiten, die verhindern, dass ein allzu großes Loch ins Geldbörserl gerissen wird.

Nützliche Links in diesem Zusammenhang sind:
Erasmus Exchange
Auslandsstipendium – stipendium.at
Sprachtest – TOEFL
Online-Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung

Die Wohnungssuche – Top oder Flop

Ganz zu Beginn müsst ihr entscheiden wo ihr fürs nächste Semester eure Zelte aufschlagen wollt. Meistens wird die Entscheidung zwischen Studentenwohnheim und WG getroffen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. In einem Studentenwohnheim wird euch viel organsisatorischer Aufwand abgenommen. Ihr seid mit vielen Studenten zusammen, über Sachen wie Einrichtung und Internetzugang müsst ihr euch keine Sorgen machen und die mühsame Wohnungssuche fällt auch aus. Allerdings seid ihr oft mit strengen Richtlinien (keine Homeparties wenn’s schlecht läuft) und wenig Auswahlmöglichkeit konfrontiert. Wenn ihr euch eine WG sucht, habt ihr in den meisten Fällen mehr Auswahlmöglichkeiten. Ihr könnt euch aussuchen mit wem ihr wohnen wollt, welcher Stadtteil euch am ehesten zusagt und keiner schreibt euch vor wann ihr das Licht ausmachen müsst. Allerdings müsst ihr erst Mal die richtige Wohnung und Mitbewohner finden und müsst alles selbst organisieren.

Ich selbst habe mit drei Studienkollegen nach unserer Ankunft für eine Woche in einem Hostel gewohnt. In den folgenden 7 Tagen sind wir durch die Stadt gezogen und haben eine Wohnung nach der anderen besichtigt. Kurz bevor wir dann auf der Straße gesessen wären, haben wir am letzten Tag noch eine passende Wohnung gefunden. Das Ganze war mit viel Stress verbunden, dafür hatten wir dann unsere eigenen vier Wände. Ob ihr nun schon in Österreich eine Bleibe sucht oder nach eurer Ankunft den Immobilienmarkt in eurer neuen Wahlheimat unsicher macht, bedenkt schon im Vorhinein welche Aspekte euch wichtig sind.

Nützliche Links zur Wohnungssuche im Ausland sind:
Wohnungssuche im Ausland – faz.net
Craigslist.org – Das jeweilige Land auswählen

Der Weg ist das Ziel – Die Anreise

Der richtige Flug ist über Checkfelix und Co natürlich sehr schnell gefunden, aber auch bei diesem Punkt gibt es einige Dinge zu beachten. Ein ganz heißer Tipp, den ich euch ans Herz legen kann ist es, nur den Hinflug ohne Rückflug zu buchen. Klingt zwar recht witzig mit einem Oneway-Ticket in der Tasche nach Hawaii zu fliegen, hat aber auch einen praktischen Grund. Dadurch, dass ihr noch kein fixes Rückkehrdatum habt, könnt ihr am Ende des halben Jahres noch entscheiden wie lange ihr bleiben wollt. Ihr könnt entspannt 2 Wochen Urlaub nach dem „anstrengenden“ Semester anhängen und habt nicht unbedingt den Druck an einem fixen Datum wieder in die Realität zurückzumüssen. Wichtig für eure Reise sind ebenfalls ein gültiges Visum (besonders in den USA nix falsch machen, wird nur unnötig kompliziert) und logischerweise ein Reisepass in dem hoffentlich kein 10 Jahre altes Foto vom Schulfotografen klebt.

Das kleine 1 x 1 des Auslandssemesters

Neben den großen Kalibern Organisatorische Hürden, Wohnung und Anreise gibt es auch kleinere Tipps, die euch das Leben im Auslandssemester vereinfachen können:

Das Wichtigste zuerst: Im Auslandssemester geht’s nicht ums Lernen, sondern um eine tolle Zeit. Setzt euch nicht mit der Erwartung in den Flieger, dass ihr in den nächsten 6 Monaten die spannendsten Unikurse ever besuchen werdet. In diesem Semester geht es vor allem darum Neues zu erleben, andere Kulturen kennenzulernen und euch selbst weiterzuentwickeln.

Macht euch auch Gedanken über: Auslandskrankenversicherung, Internationalen Führerschein, Arbeitsgenehmigungen im Ausland und Gesundheitliche Voruntersuchungen vor dem Auslandsaufenthalt (wer nach Hawaii will, muss vor der Einreise einen Tuberkulose-Test machen).

Bedenkt, dass ihr viele Möglichkeiten haben werdet Mitbringsel, Gewand und sonstige Sachen einzukaufen. Ich bin mit einem Koffer hingeflogen und nach 6 Monaten mit 2 Koffern, einem Trolley und einem großen Rucksack zurückgekommen. Plant also auch ein mit wie viel Gepäck ihr unterwegs sein werdet. Ich wünsche euch schon jetzt viel Glück für die Zollkontrolle wenn ihr wieder in Schwechat ankommt, mich hat’s zum Glück damals nicht erwischt.

Da ihr sicher viele Fotos und Videos machen werdet und diese mit Freunden und der Familie teilen wollt, gibt es auch andere Möglichkeiten als ein Facebook-Album mit 15.000 Fotos. Hier kann ich Phanfare empfehlen. Sehr gut geeignet um online Fotos zu verwalten und sie mit anderen zu teilen.

Quick and Dirty – Das Fazit

Wenn ihr ein Auslandssemester bestreitet, gibt es einige Punkte, die ihr unbedingt beachten solltet. Allerdings solltet ihr euch nicht zu sehr in den Details verlieren. Es ist nicht gut immer alles komplett durchzuplanen, ein gewisses Maß an Chaos sorgt für einzigartige Erfahrungen und tolle Geschichten, die ihr euer Leben lang nicht vergessen werden. In diesem Sinne – Genießt euer Auslandssemester 😉