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Eine Beislrallye der besonderen Art

Das Konzept ist schnell erklärt: ihr schnappt euch ein paar eurer Freunde und macht euch auf den Weg in die Innenstadt. Im Lauf des Abends zieht ihr von Bar zu Bar und trinkt dort jeweils ein Getränk eurer Wahl. Der Vorteil liegt auf der Hand – in sehr kurzer Zeit lernt ihr neue Lokale kennen und ihr bringt Abwechslung in euer Feierabendbier. Auch wenn ihr euer Lieblingspub durch jahrelange Stammkundschaft ins Herz geschlossen habt – was Neues auszuprobieren, schadet nicht.

Die Beislrallye, die jetzt auf euch zukommt ist aber alles andere als normal und bietet ein gewisses Extra an Abwechslung und Wiedererkennungswert. Wir verbinden den mehr oder weniger gemäßigten Alkoholkonsum mit Sehenswürdigkeiten in unserer Stadt. Die Tour führt durch die Wiener Innenstadt und am Weg zum nächsten Bier machen wir euch auf Dinge aufmerksam, an denen ihr bisher wahrscheinlich nur unaufmerksam vorbeigegangen seid. Ideal für Wiener, die gerne Neues entdecken, Wien-Neulinge, die den ersten Bezirk unsicher machen wollen und all jene, die einfach nur einen Grund gesucht haben, um heute trinken zu gehen.

Erster Boxenstopp: Billabong

Der Anfang ist ja noch ganz einfach. Trefft euch mit eurer Crew im Billabong, direkt bei der U-Bahn Station Stubentor. Hier seid ihr ideal aufgehoben, wenn das nächste Fußballspiel ansteht oder in gemütlicher Atmosphäre etwas trinken wollt.

Wenn sich das erste Glas geleert hat, geht es gleich weiter zur ersten Sehenswürdigkeit, dem Wiener Stadtpark. Einmal über den Ring drüberlaufen und schon könnt ihr gemütlich nach rechts Richtung Schwarzenbergplatz schlendern wo schon der nächste Zwischenstopp auf euch wartet. Den Stadtpark gibt es übrigens schon seit 1860.

Zweiter Boxenstopp: 1516 Brewing Company

Nur 2 Minuten vom Schwarzenbergplatz entfernt, liegt das 1516 in der Schwarzenbergstraße 2. Wenn ihr es dort hingeschafft habt, schnell rein mit euch und holt euch eines von ihren selbst gebrauten Bieren. Für die Hungrigen unter euch, das Essen ist dort ein Traum. Auch wenn ihr noch gerne länger bleiben würdet, es geht wieder weiter, einiges liegt noch vor euch.

Die Krugerstraße entlang, überquert ihr einmal die Kärntnerstraße und landet geradewegs der Albertina. Fahrt mit der Rolltreppe nach oben und schaut euch die Oper einmal aus ein paar Metern Höhe an. Alle Wien-Experten, die sich davon nicht mehr beeindrucken lassen, sollten trotzdem bei Nacht eine Runde durch den Burggarten drehen.

Dritter Boxenstopp: Crossfield’s Australian Pub

Am Weg zur Albertina seid ihr schon daran vorbeigegangen, also geht eine Minute zurück zur Maysedergasse 5 und hinein mit euch ins Crossfield’s Australian Pub. Durch das ganze herummarschieren seid ihr sicher schon wieder bereit für das nächste Getränk. Wenn oben kein Platz mehr frei ist, geht einfach eine Etage nach unten, da ist so gut wie immer Platz für alle. Für die Mutigen unter euch stehen hier übrigens Heuschrecken, Krokodil und Känguru auf der Speisekarte.

Wenn auch hier das Bier geleert wurde, könnt ihr euch auf den Weg weiter Richtung Zentrum machen. Geht die Kärntnerstraße entlang und biegt vor dem Staphansplatz nach links Richtung Graben ab. Für alle, an denen es bisher spurlos vorbeigegangen ist, nur ca. 250 Meter vom Stephansdom entfernt, gibt es schon die nächste Kirche, die Peterskirche. Schenkt auch ihr ein bisschen Aufmerksamkeit, denn an ihrer Stelle stand im 4. Jahrhundert die erste Kirche Wiens.

Vierter Boxenstopp: Esterhazykeller

Nach der kurzen touristischen Pause geht es weiter Richtung Esterhazykeller. Dieser befindet sich in den Kellergewölben beim Haarhof 1. Mal was ganz anderes als die internationalen Bars davor, findet ihr hier gemütliche österreichischer Atmosphäre. Rein mit euch und runter mit dem Bier.

Wenn ihr es wieder die steilen Stufen hinauf an die frische Luft geschafft habt, geht es zum Judenplatz. Dieser liegt direkt am Weg zur nächsten Bar, die euch sicher gefallen wird. Auch nach dem 4. Bier ist hier kurz Zeit für ein bisschen Kultur und Sehenswürdigkeiten. Auf diesem Platz befindet sich nämlich das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah.

Fünfter Boxenstopp: LooK Bar

Nachdem ihr es weiter zur Schwertgasse geschafft habt, erreicht ihr am Salzgries 17 die LooK Bar. Diese kann vor allem durch ihre billigen Preise überzeugen und bietet einen guten Kontrast zum traditionellen Esterhazykeller. Bestellt euch etwas im vorletzten Stopp dieser Beislrallye und macht euch dann wieder bereit für den weiteren Weg.

Im Anschluss an die LooK Bar geht es in wenigen Minuten runter zum Schwedenplatz. Spaziert dort über die Brücke und schaut euch die spektakulären Beleuchtungen der Hochhäuser an. Dieser Platz erhielt seinen Namen übrigens als Dank an die Schweden für die Hilfe im ersten Weltkrieg.

Das große Finale: Bermudadreieck

Wenn ihr es bis zu diesem Punkt geschafft habt und in keiner Bar hängengeblieben seid, steht nun die absolute Krönung vor euch. Das stadtbekannte Bermudadreieck, das seinen Namen nicht um sonst trägt. Je nachdem wie trinkfest ihr noch seid, schaut in so viele Bars wie möglich. Hier ist für jeden etwas dabei und ihr werdet nicht enttäuscht.

All jenen, die es geschafft haben, all unsere Zwischenstopps dieser Beislrallye einzuhalten, gratulieren wir recht herzlich. Wenn ihr diese Zeilen dann noch lesen könnt, seid ihr entweder sehr trinkfest (also ein klassischer Student) oder ihr habt geschummelt.

Rallye

Hier könnt ihr euch die gesamte Rallye als Route auf „Google Maps“ holen.

Für alle, die auf der Uni einen gratis Drucker haben, hier die gesamte Route als PDF.




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